Bei Polypropylen (PP) handelt es sich um einen thermoplastischen Kunststoff. Das Material gehört zu den Polyolefinen und ist ein Polymer, das zur Art der Thermoplaste zugerechnet wird. Aufgrund seiner Eigenschaften handelt es sich um einen Standardkunststoff, der weltweit vielseitig eingesetzt wird.

Herstellung von Polypropylen

Erfunden von J. Paul Hogan und Robert Banks fand die erstmalige Herstellung im Jahr 1951 statt. Bedingt durch Verbesserungen in der Produktion und bei den jeweilig angewendeten Verfahren wurden bereits 1955 über 200 Tonnen des Kunststoffs hergestellt. Heute liegt die Menge bei über 40 Millionen Tonnen. Damit ist die Thermoplaste der zweitwichtigste Kunststoff weltweit.

Die Herstellung erfolgt durch die Kettenpolymerisation von Propen. Dazu stehen im industriellen Bereich drei verschiedene Verfahrensweisen zur Verfügung. Bei diesen handelt es sich um:

  • Gasphasen-Polymerisation
  • Masse- oder Bulk-Verfahren
  • Suspensions- oder Slurry-Verfahren

Eigenschaften von Polypropylen

Ein guter Vergleich zu Polypropylen ist Polyethylen (PE). Allerdings zeigt sich PP widerstandsfähiger gegen Wärme und ist härter. Die bei dem PP zusätzlich vorhandene Methylgruppe hat jedoch nicht nur Vorteile. Mechanische und thermische Eigenschaften werden zwar verbessert, Die chemische Beständigkeit wird allerdings reduziert.

Zu den weiteren Eigenschaften gehören:

Mechanischer Bereich:

  • geringe Dichte
  • hohe Ergiebigkeit
  • hohe Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung

Thermischer Bereich:

  • Dauergebrauchstemperatur zwischen 0 und 120°C
  • hoher Schmelzpunkt
  • große Wärmedehnung
  • bei weniger als 100°C wird das Material spröde

Chemischer Bereich:

  • beständig gegen Fette und organische Lösungsmittel sowie nichtoxidierende Laugen und Säuren
  • Auflösung in polaren Lösungsmitteln nur bei erhöhter Temperatur möglich
  • Geruchlos
  • Hautverträglich
  • geeignet für Lebensmittel
  • tauglich für den pharmazeutischen Bereich

Einsatzfelder von Polypropylen

Aufgrund der Vielseitigkeit des Materials gibt es zahlreiche Einsatzbereiche. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Autobau
  • Bauelemente
  • Bauwesen
  • Elektrotechnik
  • Lebensmittel
  • Maschinenbau
  • Medizin
  • Modellbau
  • Pharmazie
  • Textilindustrie

Einer der größten Verwender von Polypropylen ist die Verpackungstechnik. Insbesondere wird eine Vielzahl an individuellen Verpackungen produziert, beispielsweise aus PP Hohlkammerplatten. Eingesetzt wird der Kunststoff hier beispielsweise als Folie und Klebefolie, als (wiederverwendbare) Behälter, Verpackungsteile und Packmittel.

Polypropylen ist ein Kunststoff ohne Weichmacher. Abgekürzt wird dieser Kunststoff mit PP und wird vor allem in Verpackungsmaterialien eingesetzt. Polypropylen besteht aus Ethylen und Propylen. Beides wird aus dem Rohstoff Rohöl gewonnen.

Beide Erzeugnisse werden überwiegend in Verpackungsmaterialien – beispielsweise Packband, Stretchfolie oder Mehrwegbehälter – eingesetzt. Generell gilt das Folien aus PP widerstandsfähiger und robuster sind im Vergleich zu Folien aus PE. Außerdem ist Polypropylen hitzebeständiger als PE.