Vollpappe ist eine dichte, homogene Pappe mit einem Flächengewicht zwischen etwa 500 und 3000 Gramm pro Quadratmeter. Im Gegensatz zu Wellpappe ist Vollpappe massiv, d.h. sie enthält keine luftgefüllten Hohlräume.

Herstellung von Vollpappe

Während Wellpappe durch Verkleben von glatten und gewellten Lagen (Liner und Hohlwelle) hergestellt wird, besteht Vollpappe entweder aus einer einzelnen Lage im Ganzen gegossener Fasermasse oder aus mehreren Lagen, die in noch feuchtem Zustand zusammengepresst bzw. trocken miteinander verklebt werden. So lassen sich unterschiedlich dicke Pappen fertigen. Typische Dicken von Vollpappe liegen zwischen 0,5 und 4 Millimeter.

Für Versand- und Transportlösungen kommt Graupappe zum Einsatz: Diese Vollpappe besteht zu 100 % aus Altpapier.

Vorteile von Vollpappe

Vollpappe ist dichter und damit stabiler als Wellpappe vergleichbarer Dicke. Ihre glatte Oberfläche lässt sich optimal bedrucken bzw. durch Beschichtungen veredeln. Diese Vielseitigkeit verschafft ihr ein breites Spektrum von Einsatzmöglichkeiten als Verpackungsmaterial, z.B. im Bereich Konsumgüter und Lebensmittel.

Da sie vollständig recycelbar ist, ist Vollpappe ein umweltfreundliches Verpackungsmaterial. Dies gilt insbesondere für die bereits aus reiner Recyclingfaser hergestellte Graupappe.

Verwendung von Vollpappe

Im Bereich Versand- und Transportlösungen kommt Vollpappe zum Beispiel als Kantenschutz zum Einsatz. Diese robusten Leisten verstärken Kartons und schützen die Kanten von Transportgut vor Beschädigung. Flache Vollpappe-Zuschnitte werden als Zwischenlage verwendet: Sie trennen und stabilisieren aneinandergrenzende Lagen von Transportgut auf Paletten oder in Kartons.

Während Vollpappe auch für knickfeste Versandtaschen und Stülpdeckelkartons verwendet wird, ist für größere Versand- und Transportkartons der Einsatz der leichteren Wellpappe meist wirtschaftlicher.