PE-Schaum Verpackungen kommen immer dann zum Einsatz, wenn Produkte nicht nur fixiert, sondern gezielt gedämpft, geschützt und reproduzierbar gelagert werden müssen. Besonders bei empfindlichen Oberflächen, komplexen Konturen oder erhöhten Stoß- und Vibrationsbelastungen stößt kartonbasiertes Material physikalisch an Grenzen.
Im Vergleich zu rein fixierenden Verpackungslösungen übernimmt PE-Schaum eine aktive Dämpfungsfunktion. Stoßenergie und Vibrationen werden nicht nur abgefangen, sondern über das Schaumvolumen kontrolliert abgebaut. Dadurch lassen sich auch empfindliche Bauteile sicher verpacken, deren zulässige Beschleunigungswerte begrenzt sind.
Der Werkstoff PE-Schaum ermöglicht es, Auflagepunkte, Freiräume und Kontaktflächen exakt zu definieren. Dadurch lassen sich Beschleunigungen kontrolliert abbauen und kritische Belastungen vom Produkt fernhalten. Die Schutzwirkung wird nicht dem Zufall überlassen, sondern gezielt über Materialdichte, Geometrie und Konstruktion eingestellt.
Typische Anwendungen sind Schaumstoffeinlagen, Inlays, Gefache, Trays oder Schaumteile, die entweder als Einweg-Schutzverpackung oder als Mehrwegeinsatz ausgelegt werden. Je nach Anforderung kommen unterschiedliche Schaumqualitäten, Farben und Ausstattungen zum Einsatz – etwa antistatische Varianten für elektronische Baugruppen oder besonders robuste Ausführungen für den wiederholten Umlauf.
Entscheidend ist dabei nicht das Material allein, sondern das Zusammenspiel aus Produkt, Belastung und Verpackungsprozess. Genau hier liegt der Vorteil konstruktiver PE-Schaum Verpackungen: Sie werden nicht standardisiert ausgewählt, sondern gezielt entwickelt.