Für Serienprodukte mit hohen Schutzanforderungen
Faserguss-Verpackungen für passgenauen Produktschutz
Formstabile Verpackungslösungen aus recycelten Papierfasern – entwickelt für Technik, Industrie und Serienprodukte mit hohen Stückzahlen.
Faserguss-Verpackungen – auch als Faserform, Papierformteile oder Molded Pulp bezeichnet – sind konstruktive Verpackungslösungen aus recycelten Papierfasern. Sie werden als dreidimensionale Formteile gefertigt und exakt an Produktgeometrie, Gewicht und Belastung angepasst.
Im Gegensatz zu flexiblen Verpackungsmaterialien übernehmen Faserguss-Formteile mehrere Funktionen gleichzeitig: Sie fixieren das Produkt formschlüssig, schützen vor Stößen und Vibrationen und sorgen für eine definierte Lage im Karton. Das Produkt kann sich nicht bewegen, Kräfte werden gleichmäßig über die Struktur verteilt.
Faserguss kommt vor allem dort zum Einsatz, wo gleichbleibende Produktformen, hohe Stückzahlen und reproduzierbare Schutzanforderungen zusammentreffen – etwa in der Industrie, im technischen Versand oder in der Serienfertigung.
Faserguss folgt einer klaren Systemlogik: Das Produkt bestimmt die Verpackung. Abmessungen, Gewicht, Empfindlichkeit und Belastungen während Transport und Handling bilden die Grundlage für die Entwicklung des Formteils.
Auf dieser Basis wird ein individuelles Verpackungsteil konstruiert, das das Produkt formschlüssig aufnimmt und stabilisiert. Der Schutz entsteht dabei durch Geometrie und Materialstruktur – nicht durch lose Polster oder zusätzliche Füllstoffe.
Die Herstellung erfolgt aus aufbereiteten Papierfasern, die in einem speziellen Werkzeug in Form gebracht, verpresst und getrocknet werden. Das Ergebnis ist ein stabiles, dreidimensionales Formteil, das in gleichbleibender Qualität reproduzierbar gefertigt werden kann. Genau diese Reproduzierbarkeit macht Faserguss besonders geeignet für Serienprodukte mit konstanten Anforderungen.
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Geometrie, Gewicht und Schutzanforderungen werden definiert. Entscheidend ist, welche Kräfte beim Transport auftreten und wie das Produkt sicher fixiert werden muss.
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Auf Basis der Analyse wird ein individuelles Faserguss-Formteil konstruiert. Dafür ist ein spezielles Werkzeug erforderlich, das exakt auf das Produkt ausgelegt ist und die spätere Serienfertigung ermöglicht.
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Die Faserguss-Verpackung wird in gleichbleibender Qualität produziert, nestbar angeliefert und direkt eingesetzt. Das Ergebnis: reproduzierbarer Produktschutz bei planbaren Stückkosten.
Faserguss überzeugt überall dort, wo Produkte zuverlässig geschützt und Verpackungsprozesse stabil und reproduzierbar ablaufen müssen. Statt variabler Packweisen entsteht ein klar definierter Prozess mit gleichbleibender Qualität – unabhängig von Mitarbeiter, Standort oder Versandweg.
Gleichzeitig erfüllt Faserguss steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Materialkreisläufe. Die Verpackung besteht aus recycelten Papierfasern, ist recyclingfähig und kommt ohne Kunststoffe aus – ohne Kompromisse beim Produktschutz.
Produktschutz
Das Produkt liegt definiert in der Verpackung und kann sich nicht bewegen. Stöße und Vibrationen werden über die Struktur verteilt statt punktuell eingeleitet.
Prozesssicherheit
Jede Verpackung ist identisch aufgebaut. Schutzwirkung, Handling und Packprozess bleiben konstant.
Optimierte Logistik
Faserguss-Formteile sind nestbar und platzsparend lagerfähig. Das reduziert Lager- und Transportvolumen.
Umwelt
Hergestellt aus recycelten Papierfasern, recyclingfähig und ohne Kunststoff – ideal für nachhaltige Verpackungskonzepte.
Faserguss ist eine konstruktive Verpackungslösung für Serienprodukte mit klar definierten Anforderungen. Das Formteil wird individuell entwickelt und in einem speziellen Werkzeug gefertigt. Dadurch entstehen einmalige Werkzeugkosten, die sich über die Stückzahl amortisieren.
Diese Systematik macht Faserguss besonders wirtschaftlich bei mittleren bis hohen Auflagen. Einmal entwickelt, läuft der Verpackungsprozess stabil, planbar und mit konstanten Stückkosten – ohne Abweichungen im Handling oder in der Schutzwirkung.
Faserguss lohnt sich vor allem für Serienprodukte mit hohen Auflagen. Bei kleineren Auflagen oder häufig wechselnden Produkten können alternative konstruktive Verpackungen wirtschaftlicher sein.
Dazu zählen unter anderem Stanzverpackungen, Formcut, Wabenverpackungen oder Gefache und Kartoninlays. Bei den genannten Varianten ist mit geringen Werkzeugkosten zu rechnen.
Kurz zusammengefasst:
Faserguss-Verpackungen kommen überall dort zum Einsatz, wo Produkte formstabil fixiert, sicher transportiert und in gleichbleibender Qualität verpackt werden müssen. Besonders geeignet ist die Lösung für Serienprodukte mit konstanter Geometrie und klar definierten Schutzanforderungen.
Durch die individuelle Formgebung lassen sich empfindliche, schwere oder technisch anspruchsvolle Produkte zuverlässig positionieren und schützen – unabhängig davon, ob es sich um Einzelgeräte oder große Stückzahlen handelt. Gleichzeitig sorgen nestbare Formteile für effiziente Lager- und Logistikprozesse entlang der gesamten Lieferkette.
Beispielsweise lassen sich problemlos Trays, Inlays, Ober- und Unterteile für Haushaltsgeräte, Elektrowerkzeuge oder andere technische Systeme herstellen. Aber auch Flaschen- und Eimerverpackungen, Abstandshalter und viele weitere Projekte lassen sich mit Faserform Verpackungen abbilden.
Typische Branchen & Anwendungen
Diverse Packbeispiele mit Faserguss
Ist Faserguss die richtige Verpackung für Ihr Produkt?
Faserguss ist keine Standardverpackung, sondern eine individuell entwickelte Lösung. Ob sich diese Technologie für Ihr Produkt eignet, hängt von Geometrie, Stückzahl, Schutzanforderungen und logistischen Rahmenbedingungen ab.
Unsere Verpackungsexperten prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob Faserguss wirtschaftlich sinnvoll ist oder ob alternative konstruktive Verpackungen besser passen. Ziel ist keine bestimmte Lösung, sondern ein stabiler, effizienter und langfristig tragfähiger Verpackungsprozess.